Leitbild für die Gemeindearbeit in der Ev. Kirchengemeinde Dorsten

Gott liebt die Welt und damit jeden Menschen ganz persönlich. In Jesus Christus hat er seine
Liebe durch den Heiligen Geist in unser Herz ausgeschüttet und die Regie (Leitung, Herrschaft,
Führung) in unserem Leben übernommen (Joh. 3,16; Röm 5,5). Dadurch, daß wir dies im Glauben
persönlich bejahen, sind wir gemeinsam mit ihm unterwegs, bis alle die Einheit des Glaubens
und das vollkommene Vertrautwerden mit Jesus Christus erreichen (Eph. 4,13). Auf unserem Weg
orientieren wir uns als Gemeinde in unserer Arbeit an der Konzeption des "Missionarischen
Gemeindeaufbaus" und gehen von folgenden Grundentscheidungen aus:
Wir wollen Gottes Liebe, wie sie auf eine schöne, einfache Art im biblischen Evangelium bezeugt
wird, gottesdienstlich feiern und Gott die Ehre geben. (Epheser 1, 6, 12, 14)
Wir wissen, daß es ein Unterschied ist, ob wir gemeinsam mit Christen, die eine lehrmäßige
Verkündigung brauchen, oder mit Kirchendistanzierten, die eine evangelistische Verkündigung
brauchen, Gottesdienst feiern.
- Wir wollen eine einladende, freundliche und fröhliche Atmosphäre schaffen, die zum
Erlebnis wird.
- Wir wollen der befreienden und erneuernden Begegnung mit Gott entsprechend der
Gottesdienstgemeinde in Wort, Sakrament, Musik, Gebet und kreativen Formen vielfältige
Möglichkeiten eröffnen.
- Wir wollen jeweils einen für alle Teilnehmer verständlichen und durchsichtigen Gottesdienst
gestalten.
Wir wollen Gemeindegliedern helfen, die sich schon zum Leben der Gemeinde halten, in überschaubaren
geistlichen Zellen (z.B. Hauskreisen oder Dienstgruppen) ihren Platz zu finden. Wir wissen, daß das
Leben als Christ den regelmäßigen Austausch, die Beschäftigung mit der Bibel, das gemeinsame Gebet,
die gemeinsame Feier und das gemeinschaftliche Leben braucht (Apostelgeschichte 2, 42).
- Wir wollen den Freiraum eröffnen, daß jeder sein darf, so wie er ist.
- Wir wollen jeden durch eine seelsorgerische Atmosphäre darin unterstützen, daß er eine
persönliche Glaubensentscheidung treffen und im Glauben wachsen kann.
- Wir wollen die Einsicht wecken, daß jeder sich als ein von Gott geliebter Mensch und Teil
der Gemeinschaft sehen lernt und durch das konkrete und gegenseitige Angebot
biblisch-orientierter Seelsorge Hilfestellung für den eigenen Glauben und das Leben erhalten
kann.
Wir wollen die Mitarbeiter sammeln und ermutigen, schulen und zurüsten, begleiten und motivieren,
beauftragen und senden. Wir wissen, daß jeder eine ganz persönliche Gabe von Gott erhalten hat,
um sie in den Dienst für die Gemeinde einzubringen (Epheser 4, 12).
- Wir wollen jeden darin unterstützen, daß er seine Gaben entdecken kann, die Gott ihm für
den Dienst in Gemeinde und Gesellschaft gegeben hat (Epheser 4, 11 + 12).
- Wir wollen jeden in die Lage versetzen zu erkennen, wie die eigene Begabung dem Willen
Gottes entsprechend möglichst sinnvoll zum Segen für die Gemeinschaft (auch
generations-übergreifend) eingesetzt werden kann.
- Wir wollen an den Gaben und persönlichen Möglichkeiten orientiert Einsatzmöglichkeiten
bereitstellen und für neue Aufgaben offen sein.
Wir wollen dazu beitragen, daß die in der Gemeinde Verantwortung tragenden geistlich erneuert
werden und gute Nahrung für ihren Glauben erhalten. Wir wissen, daß jeder einen allgemeinen und
einen ganz persönlichen Auftrag von Gott erhalten hat. (1. Petrus 2, 9; 4, 10).
- Wir wollen jedem Verantwortung tragendem Gemeinschaft anbieten und ihm die nötigen
Ruheräume verschaffen.
- Wir wollen das gemeinsame Gebet und das Hören auf die Stimme Gottes fördern.
- Wir wollen eine gemeinsame dem Wort Gottes entsprechende Zielvorstellung (Vision) der
Arbeit in unserer Gemeinde entwickeln und regelmäßig an die je gegenwärtige
Herausforderungen überprüfen.
Wir wollen als Christen authentisch leben und uns im Alltag am Willen Gottes orientieren. Wir
wissen, daß der Glaube in der Liebe tätig wird (Galater 5, 6).
- Wir wollen mit der uns anvertrauten Schöpfung verantwortungsbewußt umgehen und nach
der Ausgestaltung des Willens Gottes fragen.
- Wir wollen unser Geld, unsere Zeit und unseren Besitz als Gaben Gottes sehen lernen, die
er uns zum guten Gebrauch im Dienst für Menschen überlassen hat.
- Wir wollen in unseren sozialen Beziehungen und Begegnungen einen Lebensstil
entwickeln, in dem der gute Gedanke Gottes für das Leben zum Ausdruck kommt.
Wir wollen innerlich fernstehende Gemeindeglieder und im zunehmenden Maße auch Ungetaufte zur
Umkehr zu Jesus Christus einladen und in das Leben der Gemeinde einbeziehen (Matthäus 28, 18 - 20).
Wir wissen, daß dies in erster Linie nur von Person zu Person möglich ist.
- Wir wollen freundschaftliche Beziehungen zu Menschen knüpfen, die dem Glauben
fernstehen und sie dabei in ihrem sozialen und kulturellen Umfeld kennenlernen und ernst
nehmen.
- Wir wollen ihnen den Glauben vorleben und bei Gelegenheit auch durch Wort und Tat
bezeugen.
- Wir wollen Angebote schaffen, bei denen wir auf ihnen vertraute Weise das Evangelium von
Jesus Christus vermitteln können.
Wir wollen den Aufbau und die Gemeinschaft der Gemeinde Jesu weltweit fördern (Johannes 17, 18 + 20
- 23). Wir wissen, daß Gott allen Gemeinden in seiner Liebe vielfältige und unterschiedliche
Gaben anvertraut.
- Wir wollen für die Arbeit der weltweiten Gemeinde Jesu beten.
- Wir wollen uns in eine gute Haushalterschaft der uns anvertrauten Gaben (Geld, Zeit, usw.)
einüben und in ökumenischen Beziehungen fruchtbar machen.
- Wir wollen zur Vergewisserung der Liebe Gottes und seines Auftrags beitragen und sie
auch selbst in Empfang nehmen.
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